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Welda — ein lebendiges Dorf mit Geschichte!

Gut vernetzt in die Zukunft

Sechs Dörfer im Kreis Höxter erproben ehrenamtlich Chancen der Digitalisierung

Höxter. Den Gottesdienst mit dem Smartphone bequem vom Sofa aus mitverfolgen oder kurzerhand via Skype seelsorgerisch betreut werden: Das ist die Idee der Menschen aus der Gemeinde Ovenhausen, die gestern vom Kreis Höxter als eines von sechs »Golddörfern« des Projektes »Smart Country Side – Digital vernetzt im ländlichen Raum« ausgewählt worden sind.

Um die Lebensqualität in den Dörfern zu sichern, nutzt der Kreis Höxter die Chance der Digitalisierung und erprobt mit Bürgern aus sechs Orten verschiedene Möglichkeiten – hauptsächlich für Smartphone-Benutzer. Gestärkt werden sollen damit die Nachbarschaft, Mobilität und das Ehrenamt. Zu den sechs Golddörfern zählen neben Ovenhausen auch die Ortschaften Eversen, Merlsheim, Sandebeck, Rösebeck und Wehrden. Ihre Ideen sollen in den kommenden 15 Monaten mit fachmännischer Begleitung umgesetzt und spätestens im zweiten Quartal 2018 erprobt werden.

Hans-Werner Gorzolka von der Ovenhäuser Projektgruppe ist sichtlich zufrieden, dass ihre Idee ausgewählt wurde. »Wir können uns vorstellen, künftig Gottesdienst-Ordnungen und andere Infos in einer App bereitzustellen«, sagt er. Die verschiedenen Pfarrbüros innerhalb des Pastoralverbundes künftig miteinander zu vernetzen, das sei neben weiteren Angeboten für Kitas und Schulen eines ihrer größten Wünsche. Ideen der Golddörfer

Aber auch die weiteren Projektideen können sich sehen lassen: So wünschen sich die Bürger aus Eversen ein »digitales Musterhaus«. Davon profitieren sollen vor allem jungen Leute, die sich als neue Bauherren Tipps bei Eigenheim-Besitzern aus ihrer unmittelbaren Nachbarschaft holen können. Die Wehrdener stellen sich eine Kümmerer-Plattform für alle Bewohner ihres Dorfes vor. So soll es innerhalb dieser App einen Notruf-Knopf geben. Zusätzlich favorisieren sie eine Möglichkeit für Benutzer des Weserradwegs R 99, die sich künftig mithilfe eines QR-Codes besser über ihre Umgebung informieren lassen können. Die Merlsheimer wünschen sich für ihr Dorf beispielsweise eine »Amseldorf to go«-App, die vor allem auch die jüngeren Einwohner an verschiedene Stellen des Ortes leitet – im Idealfall sogar mit Videos. Die Menschen aus Sandebeck möchten ihre bereits entwickelte App mit einem digitalen Marktplatz inklusive Termine und Newsfunktionen erweitern. In Rösebeck setzen die Bürger für die Zukunft auf einen Mitbring-/Mitfahr- und Leihservice. Silberdörfer

Neben den genannten sechs Ortschaften haben sich mit Amelunxen, Lütgeneder, Natzungen, Erkeln, Bökendorf, Istrup, Hagedorn und Welda als »Silberdörfer« qualifiziert.

Die Projektgruppen dürfen sich in den kommenden Monaten an den Fach- und Netzwerkveranstaltungen beteiligen.

Landrat Friedhelm Spieker ist stolz auf die Bereitschaft der Bürger. »Die Digitalisierung verändert alle gesellschaftlichen Bereiche. Wer diese Veränderungen für sich nutzbar macht, ist für die Zukunft gewappnet«, ist er sich sicher.

Quelle: Westfalen-Blatt, 22.08.2017 (Von Isabell Waschkies)

 

Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die in Welda an dem Projekt mitarbeiten möchten, können sich bei Ortsvorsteher Hubertus Kuhaupt (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) melden.